Was hilft bei Liebeskummer wirklich?

Mach Sport.

Geh mal wieder unter Leute.

Raff dich auf.

Lass dich nicht hängen.

Hmm…

Ganz ehrlich: Wenn ich Liebeskummer habe, geht mir jeder einzelne dieser gut gemeinten Ratschläge tierisch auf den Sack.

Und! Sie helfen einfach nicht.

Doch was kannst du jetzt tun, wenn du deinen Liebeskummer wirklich überwinden willst?

Was hilft bei Liebeskummer wirklich?

Das findest du hier in diesem Artikel.

Die allermeisten Tipps gegen Liebeskummer sind Bullshit

Das Meiste, was du im Internet unter Tipps gegen Liebeskummer findest, ist nett.

Vieles hilft Dir, Dich hier und da ein wenig besser zu fühlen.

Das ist gut und sollte ab einem gewissen Grad Bestandteil jeder Strategie sein, wieder auf die Beine zu kommen.

Doch wenn du selbst nach einem, zwei oder sechs Monaten oder sogar nach Jahren immer noch in Trennungsschmerzen steckst, kommst du nicht vorwärts. Und es läuft etwas gewaltig falsch.

Natürlich ist es, gut viel Sport zu machen und sich um dich zu kümmern.

Doch hast du schon mal jemanden gesehen, der mit zehn Partien Tennis seinen Liebeskummer überwinden konnte?

Natürlich kann es dich aus deinen Mustern rausreißen, in eine neue Stadt zu ziehen und einen kompletten Neuanfang zu wagen.

Doch wie abhängig machst du dein gesamtes Leben von dieser einen Frau, wenn du wegen ihr dein komplettes Umfeld aufgibst?

Natürlich ist es gut mit einer Menge anderer Frauen zu schlafen und zu sehen, dass es auch noch andere hübsche Mädels gibt.

Und dennoch: Heilt das wirklich dein Herz?

Ich habe bereits extrem viel ausprobiert und viele Menschen dabei gesehen wie sie mit ihren Methoden erfolgreich waren oder versagt haben.

Dabei hat sich eine ganz klare Strategie rauskristallisiert.

Du fragst dich: Was hilft bei Liebeskummer wirklich?

Und ich sage dir ganz direkt: Es gibt nur diese eine Strategie. Und sie hat bei jedem echten und nachhaltigen Comeback aus dem emotionalen Sumpf eine essentielle Rolle gespielt.

Schritt 1: Trennungsschmerzen verarbeiten auf die richtige Art

Um den Liebeskummer bewältigen zu können, musst du als allerersten Schritt voll auf die körperliche Ebene gehen.

Diese Gefühle die dich so plagen sind Emotionen.

Emotionen kann man auch übersetzen als

Energy in Motion. Energie in Bewegung.

Diese Energien sind in deinem Körper.

Sie wurden ausgelöst und verstärkt durch dein Beziehungsaus.

Emotionen sind eigentlich nichts Schlechtes.

Sie lassen uns lebendig fühlen und geben unserem Leben abwechslungsreiche, vielschichtige Farben.

Doch sie werden leidvoll, wenn wir sie in unserem System blockieren und nicht rauslassen.

Was bei dir aktuell passiert, ist, dass du sie in dir drinnen eingeschlossen hast und sie nicht voll fühlst.

Natürlich bist du traurig und vielleicht auch ein wenig wütend, eifersüchtig oder beschämt. Vielleicht spürst du Minderwertigkeitsgefühle und Kleinheit.

Doch wenn du diese Emotionen schon seit einigen Wochen spürst und es nicht besser zu sein zu werden scheint, dann läuft etwas schief.

Ja selbst wenn du schon seit einigen Tagen erst damit zu kämpfen ist das ein Zeichen dafür, dass du dich selbst blockierst.

Wir haben nie gelernt, unsere Emotionen voll auszudrücken.

Und genau das darfst du jetzt lernen.

Diese Energie muss raus aus deinem Körper. Sie muss einmal voll gefühlt und gelebt werden, um dann aus deinem Körper rausfließen zu dürfen.

Und das geht so:

Nimm dir täglich 15 bis 30 Minuten Zeit.

Zieh Dich dafür in einem geschützten Raum zurück, wo Du dir sicher bist, dass niemand reinkommt.

Falls du nicht alleine wohnst, lass jeden in deiner Wohnung wissen, dass du jetzt nicht gestört werden möchtest.

Und dann: Widme dich den Gefühlen, die da sind.

Auch wenn du Angst hast, von den Emotionen übermannt zu werden:

Geh voll in diese Emotionen rein und fühle sie so, wie sie sind.

Das ist per Definition Gefühlssache und unsere verkopfte Generation muss das erstmal wieder lernen.

Dabei können dir diese Schritte hilfreich sein:

Zuerst lege etwas traurige Musik auf oder Musik, die dich an deine Ex-Freundin erinnert.

Lege oder setz dich dann Bett oder geh langsam im Raum auf und ab.

Und jetzt spür in deinen Körper hinein, wo du dieses Gefühl des Liebeskummers spürst.

Wenn du ganz genau hinhorchst, kannst du vielleicht feststellen, dass dieses Gefühl sich in spezifischen Körperbereichen festgesetzt hat. 

Hast du sie? Sehr häufig sind diese Emotionen im Hals, im Herzbereich, in der Brust oder im Bauch spürbar.

Wenn du diese Stellen hast, stelle mir vor, mit jedem Einatmen dort Sauerstoff reinzuatmen.

Fülle dieser Stellen beim Einatmen mit lauter Sauerstoff und Luft.

Und wenn du ausatmest machst du ein lautes emotionales OOOOOoooohhh.

Du kannst dabei auch das Gesicht verzerren und traurige, grässliche und schockierende Fratzen ziehen.

Es sieht dich sowieso niemand.

Hört sich lächerlich an? Probier’s mal aus!

Einatmen: Luft in den Schmerz bringen

Ausatmen: Den Schmerz über Töne rauslassen.

Natürlich musst du kein langes Oooooh mache, es darf auch ein Aaah, Uuuuuuuh oder Booooaaaaahh sein.

Es kommt hier nicht auf einen spezifischen Ton an, sondern darauf, dass du DEINEN Ton findest, der perfekt zu deiner momentanen Emotion passt.

Stell dir vor dass jeder Emotion ein bestimmter Ausdruck mit einem bestimmten Ton zugrunde liegt.

Du musst den Ton deiner Emotionen finden und diesen inn voller Lautstärke mit deinem Atem rauslassen.

Dazu kannst du dich bewegen und wie die alten Naturvölker deinen ganzen Körper mit einbeziehen. Finde genau diese Bewegung, wie sich dein Körper gerade zu dem Schmerz ausdrücken will.

Schlag dir auf die Brust.

Hämmer mit den Fäusten auf die Matratze ein..

Raufe dir die Haare.

Kugel dich im Bett umher.

Es sieht dich niemand, also mach dir keinen Kopf.

Lass die ganze Scheiße raus.

Weine. Wüte. Schrei.

Währenddessen wird dein Trauerschmerz sich gelegentlich mit Gefühlen der Wut abwechseln.

Lass auch diese heraus.

Röhre aus deiner Kehle. Grunze, grummel, chnaufe.

Lass das wütende Tier voll aus dir heraus! Lass es seine Emotionen leben.

Das ist Energie! Das ist Power! Das ist Kraft!

Wenn du diese Power jetzt in dir drinnen lässt, wird sie irgendwann gegen dich arbeiten. Also sie raus und lass sie fließen!

Das Schöne ist: Vielleicht ist dir das alles erstmal etwas unangenehm.

Es ist ein wenig, so wie wenn Du nach einer durchzechten Nacht völlig verkatert mit krasser Übelkeit aufwachst. Du weißt, dass da noch einiges in deinem Magen blubbert, das auf jeden Fall raus aus dir gehört!

Zuerst kannst du diese Übelkeit noch mit Willenskraft ignorieren und runterdrücken.

Doch du fühlst dich die ganze Zeit beschissen und weißt dass es dir erst besser geht, wenn du es rausgelassen hast.

Und wenn du damit erstmal anfängst, es rauszulassen, leidest du nicht mehr. Nach dem Kotzen geht es dir schlagartig besser.

So ist das auch mit den Emotionen.

Am Anfang fühlt es sich an wie Kotzen. Doch je mehr du dich dem Rauslassen hingibst desto weniger leidest und desto befreiter wirst du dich fühlen.

Ich empfehle dir, das täglich für 15-30 Minuten zu tun.

Du lernst damit einen Weg, wie du dich niemals jemals wieder vor deinen Emotionen fühlen musst.

Du lernst damit, Emotionen in dem Moment zu fühlen, wenn sie da sind und sie spätestens am Abend in einem zurückgezogenen Raum zu verarbeiten und durchzufühlen.

Das hilft dir nicht nur für deinen Liebeskummer. Das hilft dir, dich emotional komplett zu säubern und dich gut zu fühlen.

Schrift 2: Ex loslassen auf mentaler Ebene

Sobald der ganze Mist draußen ist, kommt die nächste Aufgabe:

Sorg dafür, dass du nicht wieder mehr Mist nachschiebst.

Das machst du vor allem auf mentaler Ebene.

Wir alle denken täglich angeblich 60 000 bis 90 000 Gedanken.

Diese Gedanken sind zum großen Teil, mitverantwortlich dafür wie wir uns fühlen.

Wenn du deine Emotionen rauslässt, aber deine Gedanken vernachlässigst, wirst du dich möglicherweise bald wieder mies fühlen.

Beobachte deine Gedanken und schaue immer wieder welche negativen Gedanken wiederkehren und dich schlecht fühlen lassen.

Lass uns mal zusammen einen besonders häufigen Negativ-Gedanken anschauen, derbei Trennungsschmerzen eine Rolle spielt:

“Ich brauche sie.”

Kommt dir der Gedanke bekannt vor?

Ich brauche sie zum Leben.

Ich brauche sie zum Glücklichsein.

Ich brauche sie an meiner Seite.

Und meist etwas unbewusster:

Ich brauche ihre Liebe…

…ihren Sex 

…ihre Anerkennung 

…ihr Verständnis 

…ihr Zuhören 

…ihre Freundschaft…

Auch wenn solche Gedanken manchmal romantisch erscheinen können ficken sie gehörig dein Gehirn.

Dieser Gedanke formt dein tägliches Erleben und lässt dich massiv schlecht fühlen.

Wenn du glaubst, dass du sie brauchst, sie aber nicht mehr hast:

Dan kannst du gar nicht andersn als Dich schlecht zu fühlen.

Deswegen entferne diesen Gedanken aus deinem Gehirn.

Und zwar so:

Nimm dir etwas Zeit. Atme tief in deinem Bauch hinein und dann stell eins nach dem anderen die folgenden Fragen:

1.Kann ich absolut 100% sicher wissen, dass diese Annahme so stimmt? 

Warum sollte das sicher so stimmen? 

Könnte es auch anders sein? 

Könnte es auch sein, dass ich sie eigentlich nicht unbedingt brauche, um zu überleben oder um glücklich zu sein?

2. Wie viel Schmerz bereitet mir der Gedanke, dass ich sie brauche? 

Wo leide ich in meinem Leben? 

Welche Gefühle regen sich in meinem Körper bei dem Gedanken? 

Und wie gehe ich durch den Tag, wenn ich glaube, dass ich sie brauche, obwohl sie nicht da ist?

3. Was wäre alles besser, wenn ich diese Annahme loslassen könnte? 

Worauf würde ich mich fokussieren, wenn ich nicht glauben würde, dass ich sie brauche? 

Und wie würde sich das anfühlen?

Nimm als allerletztes diesen negativen Satz und drehe ihn in das komplette Gegenteil um:

“Ich brauche sie, um glücklich zu sein” wird zu –>

“Ich brauche sie nicht um glücklich zu sein.”

Lass diesen Satz mal etwas nachwirken.

Finde dann schriftlich mindestens 30 Beweise dafür, dass du auch ohne deine Ex-Freundin glücklich bist.

Du kannst dich dabei an Fragen orientieren wie:

Was macht mir in diesem Leben alles Spaß?

Welche glückliche Momente habe ich mit mir oder anderen Menschen (die nicht deine Ex sind) erlebt?

Worauf freue ich mich im Leben?

Wofür kann ich dankbar sein?

Überzeuge dich selbst, dass du deine Ex nicht mehr brauchst. Finde genug Beweise dafür, dass du auch so glücklich sein kannst.

Diese Übung kannst du mit jedem negativen Gedanken, der dir in den Sinn kommt. Vor allem Sätze die mit “Ich brauche…” beginnen solltest du besonders unter die Lupe nehmen.

Solange du diese Sätze weiterhin glaubst, rumoren sie in deinem System und werten dein ganzes Leben ab.

Kümmer dich um deine Emotionen. Und dann kümmere dich um deine Gedanken.

Schritt 3: Hol dir die deine Macht zurück

Jetzt wo deine Emotionen und dein Geist befreiter sind, kommt der letzte essenzielle Schritt.

Deine Ex-Partnerin hat gewisse Rollen in deinem Leben erfüllt.

Sie hat gewisse Bedürfnisse erfüllt und dir jeden Tag Gefühle beschert, die sich sehr gut angefühlt haben.

Das ist an sich überhaupt nichts Schlechtes. Eine Beziehung soll sich schließlich gut anfühlen.

Doch wenn du nicht lernst, dir diese Gefühle auch selbst zu geben, wirst du abhängig von ihr.

Deine Ex-Freundin hat zu viel Macht über dich, wenn du nicht selber in der Lage bist, dir jedes einzelne Gefühl selber zugeben.

Und es wird Zeit, diese Macht von der Exfreundin zurückzugewinnen.

Frage dich einmal: Was hat dir deine Ex-Freundin gegeben? 

Welche Bedürfnisse und Gefühle hat sie dir erfüllt?

War es vor allem ihre zärtliche, wohltuende Liebe und Nähe?

War es ihre Anerkennung und Bewunderung?

War es die körperliche Nähe, der Sex und die Ekstase?

Oder war es auch einfach nur, jemanden ganz nah bei dir zu haben? Der dich voll versteht und bei dem du dich voll fallen lassen kannst?

Was auch immer es genau ist: Versuch dir diese Bedürfnisse selber zugeben.

Du sehnst dich, seitdem deine Ex dich verlassen hat, vor allem nach ihrer Liebe und Nähe?

Dann fang an, dich selber zu lieben, indem du dich liebevoll behandelst und dir Gutes tust.

Lerne echte Selbstliebe und kümmere dich gut um mich selbst.

Du brauchst vor allem ihre Anerkennung?

Dann beginne dich selbst zu feiern und dich selber mit Anerkennung und Bewunderung zu überschütten.

Dir fehlt der Sex und die Ekstase?

Ja auch das kannst du dir geben. Wenn du Sex in seine Bestandteile aufsplittest kommen dort ganz interessante und menschliche Bedürfnisse hoch:

Körperliche Ekstase.

Verbundenheit.

Loslassen.

Im Moment leben.

Sich begehrt fühlen.

Was genau ist es bei dir? Oder auch: Was ist bei dir am meisten? 

Auch diese Dinge kannst du dir selbst geben und in Deinen Alltag integrieren.

Und wenn es um das Verständnis und die Nähe einer Person zu dir geht: Dann lerne doch jetzt einmal selbst, dich voll zu verstehen und dir selbst nah zu sein.

Diese Bedürfnisse dir selbst zu erfüllen, ist möglicherweise einer der schwierigsten Themen beim Liebeskummer überwinden.

Doch es ist absolut essentiell. Ich möchte die wirklich nahelegen, dir Zeit dafür zu nehmen diese Bedürfnisse herauszukristallisieren und sie dir selbst zu erfüllen.

Ich werde dazu noch einen eigenen Artikel schreiben, indem ich dir die oberen Bedürfnisse ganz genau auseinander nehme.

Ich beschreibe dir dort Schritt-für-Schritt, wie du dir diese Bedürfnisse selbst erfüllt und so völlig unabhängig von Frauen wirst.

Damit wirst du nicht nur weitaus glücklicher erfüllter und freier werden.

Du wirst auch wesentlich tollere Frauen kennenlernen, die deine Unabhängigkeit spüren und lieben.

Schau also in einiger Zeit unbedingt nochmal auf meinem Blog vorbei.

Dein Bezug zur Praxis

Ok Mann, du hast dir jetzt drei wirklich wichtige Methoden gelernt, mit denen du deinen Liebeskummer loswerden wirst.

Es geht mir nicht darum, dass du einfach nur meine Artikel liest oder dir meine Kurse zulegst.

Ich will, dass du dich veränderst und diese Welt zu einem besseren Platz machst.

Für dich. 

Für mich.

Und für die ganze Gesellschaft.

Also nimm dir jetzt kurz 2 Minuten Zeit und bestimme für dich, was du konkret umsetzen wirst:

Kurze Wiederholung:

Schritt 1: Nimm dir täglich 20 Minuten und lass deine Emotionen völlig frei heraus. Falls du dir keine 20 Minuten nehmen kannst, mach 10 minuten.

Und falls du selbst das nicht schaffst, bleib bei 5 minuten. Vertrau mir: Diese 5 Minuten hast du auf jeden Fall!

Schritt 2: Beobachte deine Gedanken und nimm dir mindestens einen negativen heraus.

Hinterfrage ihn dann konkret mit den oben stehenden Fragen.

Wenn du nur einen einzigen Gedanken schaffst, wähle den Gedanken “ich brauche sie um glücklich zu sein”.

Schritt 3: Identifiziere die Bedürfnisse, die deine Ex dir besonders erfüllt hat.

Picke dann eines nach dem anderen heraus und beginne, es dir selbst zu erfüllen.

Such dir mindestens einen dieser drei Schritte davon heraus und setze ihn am besten heute noch um.

Wenn du das getan hast und dich in dem Bereich besser fühlst, hast du schon ordentlich was geschafft.

Von diesem aus kannst du den nächsten in Angriff nehmen.

Wenn du dazu Fragen hast, kannst du mich immer unter mail@timo-kruse.de erreichen.

Dann helfe ich dir gerne weiter bei diesem extrem wichtigen Thema.

Also dann: Mach dich jetzt dran an deine Entwicklung. Denn das bringt dich auf den direkten Weg in deine Freiheit.

Dein Freund Timo

PS: Ich will deine Geschichte!

Dieser Artikel ist noch in der Aufbauphase. Ich freue mich sehr über ein Feedback von dir! Hast du noch Fragen, Unklarheiten oder eigene Ergänzungen? Möchtest du uns deine eigene Geschichte erzählen? Dann schreibe es mir gerne in die Kommentare.




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